Mit dem Hund in die Natur - Waldspazier genießen

Mit dem Hund in die Natur - Waldspazier genießen

Autorin: Lisa Maria Stöbich

Wildhunde, darunter Wölfe, Schakale, Kojoten und Füchse, finden sich in den verschiedensten Lebensräumen wieder. Sie leben etwa in der Prärie, in Graslandschaften, in der Arktis, in Küstenregionen, in Regenwäldern und auch in Wäldern.

Der Wald lockt in allen vier Jahreszeiten mit seiner ruhigen Atmosphäre, der angenehmen Frischluft und vielen interessanten Eindrücken für Hund und Mensch. Ob Du und Dein Vierbeiner unter den Baumkronen Schutz vor dem Regen oder im Sommer den kühlen Schatten sucht oder einfach die bunten Blätter im Herbst genießen wollt: Ein Waldspaziergang bietet Euch eine eindrucksvolle Reise durch die Natur. Aber was könnt Ihr gemeinsam alles entdecken und was musst Du eigentlich beachten, wenn Du mit Deiner Spürnase im Wald unterwegs bist?

Erfahre hier, mit welchen Spielen und Übungen Ihr Euch gemeinsam im Wald austoben könnt, wann und wo Du Deinen Hund an die Leine nehmen musst und auf welche Gefahren Ihr achten solltet.

Hund und Natur - Was muss ich im Wald beachten?

Du bist mit Deinem Hund im Wald unterwegs und Ihr wollt Euch so richtig austoben? Unter den Bäumen gibt es viele neue Spuren zu suchen und Stöcke zu werfen. Aber aufgepasst: Es gibt dabei auch Regeln, an die Du und Deine Spürnase Euch halten müsst.

Freilauf oder ab an die Leine?

So schön es auch ist, Deine flauschige Begleitung über Stock und Stein stürmen zu sehen und dabei die Leine zu Hause zu lassen, ganz so einfach ist es leider nicht. In Deutschland gibt es oft Leinenpflicht im Wald oder zumindest teilweise Einschränkungen des Freilaufs Deines Vierbeiners.

In Hamburg, Hessen, Mecklen­burg-Vorpom­mern, Schles­wig-Hol­stein und Thüringen musst Du Deinen Hund grundsätzlich immer an die Leine nehmen. In Bremen, in Niedersachsen und in Sachsen-Anhalt gilt die Leinenpflicht in der Schonzeit. Sie soll die Jungtiere vor dem Verlust der Eltern schützen und gilt je nach Bundesland von März oder April bis Mitte Juli.

In Berlin, Bremen und Nord­rhein-West­falen darf sich Deine Spürnase nur auf gekennzeichneten Flächen oder Waldwegen frei bewegen. Bist Du dagegen in Baden-Württem­berg, Sachsen, Rhein­land-Pfalz, Saarland oder Bayern mit dem Hund unterwegs, darfst Du Dich freuen, denn hier kannst Du Deinen Hund im Wald zu jeder Zeit und überall frei laufen lassen. Achtung: Das gilt nicht, wenn Deine Spürnase noch nicht auf Dich hört und gerne Reißaus nimmt. Auch wenn sie gerne Rehen und anderen Wildtieren hinterherjagt, muss sie im Wald an die Leine.

Wildernde Hunde leben gefährlich

Das hat nicht nur den Grund, Deine Geldbörse vor bitteren Strafen zwischen 30 und 2.500 Euro zu bewahren, sondern soll auch die tierischen Waldbewohner und Deine Spürnase selbst schützen. Denn in vielen Bundesländern dürfen Jäger laut dem Jagdgesetz auf wildernde Hunde im Wald schießen, wenn diese Wildtiere gefährden oder ihnen nachjagen. Gehe also auf Nummer sicher, wenn Deine flauschige Begleitung gerne allem hinterherjagt, und nimm sie an die Leine. 

Doch auch wenn Dein Hund nicht frei herumlaufen darf, ist das noch kein Grund, den Wald zu verschmähen. Eine gute Lösung bietet hier eine Flexileine. Ihr könnt sie an Eure Aktivität anpassen und Dein Vierbeiner darf sich doch über etwas Auslauf freuen, denn mit 10 Metern sind längere Flexileinen ganz schön großzügig bemessen. Doch aufgepasst, denn vor allem im Wald kann sich die Leine schnell verheddern. Dann musst Du schon mal im Slalom laufen, um Deine Schnuppernase wieder einzuholen.

Ob Dein Vierbeiner nun mit oder ohne Leine unterwegs ist, im Wald warten viele spannende Abenteuer auf Euch, die Ihr gemeinsam bestreiten könnt.

Spiel und Spaß im Wald - Lustige Aktivitäten für Zwei- und Vierbeiner

Der Wald bietet Euch mit seinen Stöcken und Steinen, Wurzeln und Blättern den perfekten Spielplatz und ermöglicht Euch so eine wohlverdiente Pause von der Alltagshektik. 

Immer der Nase nach

Lass Deine Spürnase seine Talente austesten, indem Du herausfordernde Suchspiele für sie gestaltest. Schnapp Dir eine unserer Gassitaschen oder Bauchtaschen Hannover mit waschbarem Leckerlifach, verstaue die Lieblingsleckereien Deines Vierbeiners darin und los geht es mit der Schnitzeljagd. 

Lass Deine Spürnase eine vorgelegte Fährte aus Leckerlis erschnuppern, um an das gewünschte Ziel zu kommen oder wirf das Leckerli ein paar Meter weit auf den Boden und teste, in welcher Entfernung Dein Hund es noch finden kann. Je besser er darin wird, desto weiter kannst Du das Leckerli werfen.

Hund rennt durch Gras auf Herrchen zu.

Schnitzeljagd in der Natur.

Verstecken spielen

Nicht nur Leckerlis kann Deine Schnuppernase aufspüren. Ist sie gut trainiert, und läuft nicht weg, dann kannst Du mal versuchen, Dich vor ihr zu verstecken. Such Dir einen dicken Baum und schleich Dich dahinter, wenn Dein Hund gerade mit einer spannenden Fährte beschäftigt ist. Bemerkt er dann Deine Abwesenheit, wird er sich schnell wundern und Dich suchen. Hat er Dich gefunden, kannst Du ihn ausgiebig loben und ihm ein Leckerli gönnen.

Parkour in der Natur

Hast Du schon einmal daran gedacht, einen eigenen Agility-Park für Deinen flauschigen Freund zu gestalten? Der Wald mit seinen Bäumen, Baumstümpfen und Wurzeln bietet dazu das perfekte Umfeld. Oft musst Du gar nichts ändern, sondern nur den richtigen Weg finden. Dann kann Deine Spürnase über liegende Baumstämme laufen oder unter Hindernissen durchkrabbeln. Auch Parkbänke oder große Äste könnt Ihr in das Spiel mit einbeziehen. 

Vielleicht schafft es Dein Vierbeiner sogar über Euren selbstgemachten Hindernis-Parkour zu apportieren. Sucht oder baut Euch dazu zuerst eine Strecke und trainiert diese gut. Wenn Dein Hund den Parkour gemeistert hat und auch schon apportieren kann, könnt Ihr die beiden Aufgaben kombinieren. Mit etwas Training bringt er Dir dann über Stock und Stein hinweg seinen Ball oder sein Spielzeug wieder.

Vergiss aber bei all dem Spiel und Spaß nicht, dass Ihr nicht im eigenen Garten seid. Auch wenn Wälder in Deutschland vergleichsweise sicher sind, und nicht allzu viele gefährliche Tiere darin leben, ist stets Vorsicht geboten.

Welche Gefahren lauern im Wald?

In vielen Gebieten leben Wildschweine, und auch wenn diese in der Regel keine Menschen angreifen, ist es schlauer, sich von ihnen fernzuhalten. Sind sie verletzt, oder glauben sie ihre Jungtiere bedroht, können sie aggressiv werden. Falls Euch einer der haarigen Waldbewohner begegnet, solltest Du auf jeden Fall ruhig bleiben. 

Läuft Dein Vierbeiner gerade ohne Leine herum, ruf ihn zu Dir. Mit Leckerlis oder Spielzeug kannst Du ihn anlocken, falls er nicht gleich auf Dich hört. Nimm ihn an die Leine und ziehe Dich langsam rückwärts zurück. Du solltest für die imposanten Tiere einen Fluchtweg offen halten, denn so verhinderst Du, dass sie sich in die Enge getrieben fühlen und angreifen.

Vermeide hektische Bewegungen und laufe nicht panisch davon, denn Deine Flucht könnte das Wildschwein dazu veranlassen, Dir nachzulaufen. Bellt Dein Hund, dann versuche nicht ihn mit Rufen oder Schimpfen davon abzuhalten, denn das kann ihn bestärken und dazu bringen, noch heftiger zu bellen. Habt Ihr erst einmal einen gebührenden Sicherheitsabstand hinter Euch, wird sich Dein Vierbeiner von selbst beruhigen.

Viel mehr als wilde Tiere können aber oft Menschen Schaden anrichten, denn durch hinterlassenen Müll wie Glasflaschen oder Dosen kann sich Dein flauschiger Begleiter die Pfoten oder seine Schnauze beim Herumschnüffeln verletzen. Leider kannst Du das nur schwer vermeiden, am besten ist es daher, Du behältst Deine Schnuppernase immer im Auge und versuchst so, sie zu schützen.

Abenteuer im Wald erleben

Frau kuscheld mit Hund auf der Wiese

Dein kleiner Freund wird es lieben, an der freien Luft herumzutollen.

Suchspiele, Agility-Parkoure, oder verstecken spielen, all diese Aktivitäten laden Dich und Deinen flauschigen Freund zu neuen Abenteuern ein. Und wenn Du ihn dann beim Herumtollen beobachtest und er sich scheinbar wie daheim fühlt, ist das keine große Überraschung. Denn vielleicht zeigt sich hier noch eine Ähnlichkeit zu seinen wilden Verwandten, die im Wald zu Hause sind.


Titelbild von Bruno Emmanuelle. Weitere Bilder von Cam Bowers und Yingchou Han.

 

Über inara schreibt

Hatice Kücükhüseyin ist Content-Expertin bei inara schreibt. Worte sind ihr Lieblingswerkzeug. Mit ihnen bringt sie Farbe und Leben in jeden Text. Wenn sie nicht gerade schreibt, schaut sie französisches Kino.


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